Erfahrungsaustausch
Die Beteiligten teilen operative Erkenntnisse aus Planung, Betrieb und Abstimmung.
Die Arbeitsgruppe entwickelt den Praxisleitfaden für Regionales Verkehrsmanagement. Im Mittelpunkt: ein gemeinsamer Ansatz, der Länder, Kommunen und Netzbetreiber handlungsfähig macht, sobald Ereignisse im eigenen Netz Auswirkungen auf fremde Netze haben.
Ausgangslage
Die Bundesländer befinden sich beim Regionalen Verkehrsmanagement auf unterschiedlichen Umsetzungs- und Ausführungsständen. Die AG RVM schafft dafür eine gemeinsame fachliche Grundlage: mit Leitbild, Praxisleitfaden und abgestimmten Vorgehensweisen für die Zusammenarbeit über Zuständigkeitsgrenzen hinweg.
Die Beteiligten teilen operative Erkenntnisse aus Planung, Betrieb und Abstimmung.
Bewährte Vorgehensweisen werden gesammelt, vergleichbar gemacht und übertragbar beschrieben.
Länder müssen Lösungen nicht mehrfach parallel entwickeln, sondern können auf gemeinsame Ergebnisse aufbauen.
Der NERZ e.V. schafft Orientierung für Prozesse, Schnittstellen und Zusammenarbeit.
RVM auf einen Blick
Die Illustration passt hier fachlich am besten: direkt nach der RVM-Logik und vor dem operativen Wirkprinzip. So sieht man zuerst den Ablauf und danach die konkrete Praxis mit Navigation, Priorisierung, Lenkung und Umstiegsempfehlung.
Einordnung
Das RVM fokussiert sich auf die schnelle, ebenenübergreifende Lösung von Störfällen. Es grenzt sich damit klar von mittel- und langfristigen Planungen ab.
Reaktion auf konkrete Störungen, zuständigkeitsübergreifend.
Anpassung von Kapazitäten, zum Beispiel durch Neu- oder Ausbau, meist monothematisch betrachtet.
Änderung von Mobilitätsverhalten, Standortentscheidungen und Siedlungsstrukturen.
Aufgaben des RVM
Ein Regionales Verkehrsmanagement kann dazu beitragen, Verkehr flüssiger, sicherer und umweltverträglicher zu gestalten. Entscheidend ist die Zusammenarbeit vieler Akteure, damit bei kurzfristigen Störfallsituationen schnell geeignete Maßnahmen eingeleitet und das Zielnetz insgesamt optimiert werden kann.
Historische Verkehrsdaten helfen, typische Störfallsituationen zu erkennen. Darauf aufbauend werden zuständigkeitsübergreifende Strategien vorabgestimmt.
Der Verkehr wird in Echtzeit analysiert, zum Beispiel mit aggregierten Floating Car Data. Störfälle werden detektiert und fachlich bewertet.
Die passende Strategie wird im Ereignisfall aktiviert und über abgestimmte Maßnahmen der Verkehrslenkung umgesetzt.
Das Handlungsprinzip
Strategien bilden das Kernelement des Regionalen Verkehrsmanagements. Sie basieren auf einer vorherigen Problem- und Maßnahmenanalyse und berücksichtigen die Interessen der betroffenen Akteure sowie der Verkehrsteilnehmenden.
Ein konkretes Ereignis erzeugt ein Problem und einen Ist-Zustand.
Ein vordefiniertes Maßnahmenbündel der beteiligten Akteure.
Aktivierung der vorbereiteten Strategie im Störfall.
Kooperation
RVM arbeitet zuständigkeits- und verkehrsmittelübergreifend. So können Störfallsituationen gemeinsam durch Gemeinden, Städte, Verkehrsverbünde, Länder und weitere Akteure gelöst werden, ohne dass die jeweiligen Verantwortlichkeiten verloren gehen.
Lokale Auswirkungen werden erkannt, bewertet und mit Maßnahmen vor Ort abgestimmt.
ÖPNV, Straße, Radverkehr und weitere Netze werden nicht isoliert, sondern gemeinsam betrachtet.
Störfälle werden dort gelöst, wo sie entstehen, während Folgewirkungen im Gesamtnetz reduziert werden.
Der Prozess
Strategien werden nicht spontan erfunden, sondern vorab zwischen den Partnern abgestimmt. Im Ereignisfall wird die passende Strategie angefragt, bestätigt und durch die zuständigen Stellen gemeinsam umgesetzt.
„Koordination von verkehrlichen Belangen über Organisationsgrenzen hinweg, um Ereignisse im eigenen Zuständigkeitsbereich mit Auswirkungen auf das Fremdnetz abzuwickeln."
Partner A erkennt ein Problem und meldet den Störfall.
Vorab definierte RVM-Strategie wird bei allen beteiligten Partnern angefragt.
Partner B und C prüfen Kapazitäten, Zuständigkeiten und Umsetzbarkeit.
Gleichzeitige Umsetzung der Maßnahmen durch alle Partner.
Meilensteine & Roadmap
Zielbild und Zielkonzept sind erstellt, der Status quo der Länder ist erfasst. Das erste Kapitel des Praxisleitfadens inklusive Grafik zur RVM-Logik ist fertiggestellt.
Die fachliche Grundlage steht. Jetzt wird der Leitfaden Schritt für Schritt um konkrete Anwendungsfälle, Daten, Systemlandschaft, Schnittstellen und Evaluierung erweitert.
Zielbild, Status quo und Zielkonzept bilden die Grundlage.
Konkrete Anwendungsfälle, Daten, Systemlandschaft, Strategien und Schnittstellen.
Evaluierung der Maßnahmen und Ableitung belastbarer Erkenntnisse für die weitere Umsetzung.
Aktive Begleitung der Umsetzung in den Ländern durch netzwerkweiten Austausch.
Die RVM-Unterseite ergänzt die Übersicht um die fachliche Tiefe der AG 02 und bleibt mit der Gesamtseite verbunden.