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Arbeitsgruppe · Regionales Verkehrsmanagement

Verkehr über
Zuständigkeitsgrenzenhinweg koordinieren.

Die Arbeitsgruppe entwickelt den Praxisleitfaden für Regionales Verkehrsmanagement. Im Mittelpunkt: ein gemeinsamer Ansatz, der Länder, Kommunen und Netzbetreiber handlungsfähig macht, sobald Ereignisse im eigenen Netz Auswirkungen auf fremde Netze haben.

Ausgangslage

Ein gemeinsamer Rahmen für unterschiedliche Umsetzungsstände.

Die Bundesländer befinden sich beim Regionalen Verkehrsmanagement auf unterschiedlichen Umsetzungs- und Ausführungsständen. Die AG RVM schafft dafür eine gemeinsame fachliche Grundlage: mit Leitbild, Praxisleitfaden und abgestimmten Vorgehensweisen für die Zusammenarbeit über Zuständigkeitsgrenzen hinweg.

01

Erfahrungsaustausch

Die Beteiligten teilen operative Erkenntnisse aus Planung, Betrieb und Abstimmung.

02

Best Practice

Bewährte Vorgehensweisen werden gesammelt, vergleichbar gemacht und übertragbar beschrieben.

03

Keine Doppelarbeit

Länder müssen Lösungen nicht mehrfach parallel entwickeln, sondern können auf gemeinsame Ergebnisse aufbauen.

04

Gemeinsame Position

Der NERZ e.V. schafft Orientierung für Prozesse, Schnittstellen und Zusammenarbeit.

RVM auf einen Blick

Das Bild erklärt den Zusammenhang zwischen Planung, Steuerung und Vernetzung.

Die Illustration passt hier fachlich am besten: direkt nach der RVM-Logik und vor dem operativen Wirkprinzip. So sieht man zuerst den Ablauf und danach die konkrete Praxis mit Navigation, Priorisierung, Lenkung und Umstiegsempfehlung.

Illustration zum Regionalen Verkehrsmanagement mit Navigation, Priorisierung, Verkehrslenkung, Umstiegsempfehlung und Vernetzung
PlanungVerkehrsmanagementplan als gemeinsame Grundlage.
SteuerungRoutenwahl, Priorisierung und Lenkung im Ereignisfall.
VernetzungAbstimmung zwischen ÖPNV, Straße, Kommune und Region.

Einordnung

Handlungsebenen im Verkehrsmanagement.

Das RVM fokussiert sich auf die schnelle, ebenenübergreifende Lösung von Störfällen. Es grenzt sich damit klar von mittel- und langfristigen Planungen ab.

01

Kurzfristig (RVM)

Reaktion auf konkrete Störungen, zuständigkeitsübergreifend.

02

Mittelfristig

Anpassung von Kapazitäten, zum Beispiel durch Neu- oder Ausbau, meist monothematisch betrachtet.

03

Langfristig

Änderung von Mobilitätsverhalten, Standortentscheidungen und Siedlungsstrukturen.

Land AStörfall im eigenen Netz
RegionAuswirkung auf Fremdnetz
KommuneAbgestimmte Strategie
BetriebAktivierte Verkehrslenkung

Aufgaben des RVM

Schnell reagieren, gemeinsam optimieren.

Ein Regionales Verkehrsmanagement kann dazu beitragen, Verkehr flüssiger, sicherer und umweltverträglicher zu gestalten. Entscheidend ist die Zusammenarbeit vieler Akteure, damit bei kurzfristigen Störfallsituationen schnell geeignete Maßnahmen eingeleitet und das Zielnetz insgesamt optimiert werden kann.

01

Vorbereitung

Historische Verkehrsdaten helfen, typische Störfallsituationen zu erkennen. Darauf aufbauend werden zuständigkeitsübergreifende Strategien vorabgestimmt.

02

Lageerkennung

Der Verkehr wird in Echtzeit analysiert, zum Beispiel mit aggregierten Floating Car Data. Störfälle werden detektiert und fachlich bewertet.

03

Aktivierung

Die passende Strategie wird im Ereignisfall aktiviert und über abgestimmte Maßnahmen der Verkehrslenkung umgesetzt.

Das Handlungsprinzip

Präventive Planung statt spontaner Reaktion.

Strategien bilden das Kernelement des Regionalen Verkehrsmanagements. Sie basieren auf einer vorherigen Problem- und Maßnahmenanalyse und berücksichtigen die Interessen der betroffenen Akteure sowie der Verkehrsteilnehmenden.

1. Störfallsituation

Ein konkretes Ereignis erzeugt ein Problem und einen Ist-Zustand.

2. Strategie

Ein vordefiniertes Maßnahmenbündel der beteiligten Akteure.

3. (Strategie-)Szenario

Aktivierung der vorbereiteten Strategie im Störfall.

Kooperation

Verkehrsprobleme enden nicht an Zuständigkeitsgrenzen.

RVM arbeitet zuständigkeits- und verkehrsmittelübergreifend. So können Störfallsituationen gemeinsam durch Gemeinden, Städte, Verkehrsverbünde, Länder und weitere Akteure gelöst werden, ohne dass die jeweiligen Verantwortlichkeiten verloren gehen.

01

Kommunen & Städte

Lokale Auswirkungen werden erkannt, bewertet und mit Maßnahmen vor Ort abgestimmt.

02

Region & Verkehrsträger

ÖPNV, Straße, Radverkehr und weitere Netze werden nicht isoliert, sondern gemeinsam betrachtet.

03

Gemeinsame Umsetzung

Störfälle werden dort gelöst, wo sie entstehen, während Folgewirkungen im Gesamtnetz reduziert werden.

Der Prozess

Gemeinsame Auslösung im Störfall.

Strategien werden nicht spontan erfunden, sondern vorab zwischen den Partnern abgestimmt. Im Ereignisfall wird die passende Strategie angefragt, bestätigt und durch die zuständigen Stellen gemeinsam umgesetzt.

„Koordination von verkehrlichen Belangen über Organisationsgrenzen hinweg, um Ereignisse im eigenen Zuständigkeitsbereich mit Auswirkungen auf das Fremdnetz abzuwickeln."
Schritt 1

Meldung

Partner A erkennt ein Problem und meldet den Störfall.

Schritt 2

Strategieanfrage

Vorab definierte RVM-Strategie wird bei allen beteiligten Partnern angefragt.

Schritt 3

Bestätigung

Partner B und C prüfen Kapazitäten, Zuständigkeiten und Umsetzbarkeit.

Schritt 4

Auslösung

Gleichzeitige Umsetzung der Maßnahmen durch alle Partner.

Meilensteine & Roadmap

Vom ersten Kapitel in den Betrieb.

Zielbild und Zielkonzept sind erstellt, der Status quo der Länder ist erfasst. Das erste Kapitel des Praxisleitfadens inklusive Grafik zur RVM-Logik ist fertiggestellt.

Status quo

Die fachliche Grundlage steht. Jetzt wird der Leitfaden Schritt für Schritt um konkrete Anwendungsfälle, Daten, Systemlandschaft, Schnittstellen und Evaluierung erweitert.

✓
Zielbild erstelltProzesse, Zusammenarbeit und Schnittstellen sind fachlich beschrieben.
✓
Zielkonzept erstelltHandlungsfelder und Bearbeitungslogik sind konkretisiert.
✓
Leitfaden Kapitel 1 fertiggestelltMit Status quo und Grafik zur RVM-Logik.
1
Anfang 2023–2024

Leitfaden Teil 1

Zielbild, Status quo und Zielkonzept bilden die Grundlage.

2
Ab 2024

Leitfaden Teil 2

Konkrete Anwendungsfälle, Daten, Systemlandschaft, Strategien und Schnittstellen.

3
Ab 2025

Leitfaden Teil 3

Evaluierung der Maßnahmen und Ableitung belastbarer Erkenntnisse für die weitere Umsetzung.

4
Ab 2025

Praxis & Betrieb

Aktive Begleitung der Umsetzung in den Ländern durch netzwerkweiten Austausch.

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